Was ist Neurofeedback?

 

Die EEG-Forschung hat gezeigt, dass Gehirnwellenmuster und Krankheitsbilder/Symptome in bestimmter Weise korrelieren. Die Beeinflussung dieser Muster durch Training – ähnlich der Verhaltenstherapie – verändert diese Muster. Die Folge: Viele Syptome können dadurch positiv beeinflusst werden.

Die Wirkung

Beim Aufmerksamkeitsdefizitsyndrom (ADHS) sind sich viele Wissenschaftler einig: Neurofeedback ist eine effiziente und spezifische Therapieform, die bei ADS und ADHS mittlerweile auch von immer mehr Experten zur Behandlung empfohlen wird. Mit den heute verfügbaren Methoden können Epilepsien, Autismus, Lernstörungen, bipolare Störungen, Depressionen, Schlafstörungen u.a.m. erfolgreich mit Neurofeedback behandelt werden.

Ein spezielles Computerprogramm ermöglicht die Gehirnwellen wahrnehmbar zu machen, mit gespeicherten Daten zu vergleichen und in den Feedbackprozess einzubeziehen.

 

Erfahrungsbericht

von Familie L. aus Niederbayern

Hallo Herr Feiner,

ich schreibe Ihnen nun den Verlauf seit wir bei Ihnen in Behandlung sind. Patrick war schon immer ein unruhiges und impulsives Kind. Er konnte sich nicht lange mit einer Sache beschäftigen. Also die typischen ADHS-Symptome. Im Kindergarten war er deswegen in einer Integrationsgruppe. Diese Gruppe war kleiner als andere Gruppen und es waren mehr Erzieherinnen zu Betreuung da.

Im Frühjahr 2009 wurde bei Patrick nach mehreren EEG's beim Neurologen eine Absencen-Epilepsie diagnostiziert. Dies hatte zur Folge das er mit Petdinen eingestellt wurde. Dieses Medikament hatte er überhaupt nicht vertragen. Er hatte ständig Kopfschmerzen, Ekel vorm Essen, Bauchschmerzen, er wurde immer impulsiver und sogar aggressiv (schmiss mit Sachen und hat auch zugehauen). Daraufhin wurde das Medikament abgesetzt und wir haben versucht die Absencen mit homöopathischen Medikamten in den Griff zu bekommen. Dies hat leider nicht funktioniert. Patrick musste dann wieder Petnidan nehmen. Natürlich wieder mit den o. g. Nebenwirkungen.

Im September sollte er dann eingeschult werden (auf anraten von Erziehern und Ergotherapeuthen in einer Förderschule). Gegen etliche Widerstände, konnte ich erreichen, dass Patrick noch einmal um ein Jahr zurückgestellt wird.

Im Dezember 2009 haben wir bei Herrn Feiner mit der Neurofeedback-Therapie begonnen. Wir sind dann zu Beginn 2 mal wöchentlich 200 Kilometer zur Therapie gefahren, was mit einem solchen Kind nicht ganz einfach war.

Anfänglich wurde ein 2-Kanal-Training durchgeführt. Als wir nach ein paar Monaten das Epilepsie Medikament reduzieren konnten, und Patrick's Gehirn das 4-Kanal-Training toleriert hat, haben wir mit verschiedenen Protokollen gearbeitet.

Als Patrick im September 2010 in eine Regelgrundschule eingeschult wurde, die Therapie zu diesem Zeitpunkt aber noch nicht abgeschlossen war, hat uns Herr Feiner den Vorschlag unterbreitet, ein Heimtraining durchzuführen.Trotz der finanziellen Belastung haben wir uns dafür entschieden. Die Eínführung in die Brainmaster-Software wurde bei Herrn Feiner in München gemacht.

Als wir dann mit dem Heimtraining begonnen haben, wurde ich von Herrn Feiner sowohl telefonisch, durch E-Mail Kontakt und Team-Viewer Sitzung unterstützt.

Herr Feiner war in dieser Zeit immer für uns da, auch Sonntags. Er konnte benötigte Team-Viewer Sitzungen auch immer kurzfristig einplanen.Ab Mitte Oktober wurde Patrick dann mit Medikinet eingestellt. Er war während des Unterrichts teilweise zu unruhig, aber vorallem war er nach der Schule sehr impulsiv, und dadurch waren die Hausaufgaben für ihn und für mich nur sehr schwierig durchzuführen. Ich bin mir aber sicher, wenn wir das Neurofeedback nicht gemacht hätten, das Patrick mehr Medikinet benötigt hätte. Patrick nimmt am Tag 15 mg. Ich kenne Kinder, die nehmen am Tag 40 mg.

Im November 2011 habe ich bei Patrick versucht das Epilepsie-Medikament ganz wegzulassen. Es hat auch funktioniert, und er ist seitdem komplett anfallsfrei.Das war für uns ein großer Erfolg, da er durch das Weglassen des Medikaments ruhiger wurde. Und die Nebenwirkungen(Leberschäden usw.) sind ja auch nícht zu verachten.Seit April 2012 mach wir nun das bipolar Traning. Zu Beginn war es etwas schwierig bis wir die richtige Frequenz gefunden hatten. Als dies dann nach ca. 1 Woche geklappt hatte wurde Patrick Schritt für Schritt ausgeglichener.

Während der letzten 2 Wochen hat er jetzt wiederum große Fortschritte gemacht. Er kann sich besser an Regeln halten, er ist besser in der Lage Kompromisse zu machen, er kann seine Gefühle besser mitteilen, und er ist bereit Gespräche und Diskussionen zu führen, anstatt immer gleich laut zu werden und auszuflippen.Die Elternsprechtage in der 2. Klasse waren durchwegs positiv. Er ist leistungsmäßig auch ein guter Schüler (bis jetzt lauter 1 und eine 2).

Meine großes Ziel wäre es Medikamenete absetzen zu können. Ich hoffe dies auch noch zu schaffen.

Ich weiß, dass war nicht immer ein einfacher Weg (sehr viel Stress durch die langen Fahrten), und es gab zwischendurch auch immer Rückschläge, aber für Patrick und auch die ganze Familie hat es sich absolut gelohnt diesen Weg zu gehen.

Ich kann das anderen Eltern mit den gleichen Problemen nur raten.

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